Foto: EK-Press



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"Arena of Sounds" und "Arena der Farben"



Ich liebe die Gegensätze.

Und der Samstag, dieser 14. Juni, entwickelte sich so ganz nach meinem Geschmack. Eigentlich wollte ich mir ruhig und genüsslich das popmusikalische Großereignis „reinziehen“, wieder mal den Trend hautnah spüren, sehen und hören – aber ganz so ruhig wurde es dann doch nicht! Natürlich nahm die Musik ganzkörperlich von einem Besitz ... und so viele Menschen auf dem Stuttgarter Schlossplatz beieinander, alle auf der riesigen Klangwoge, das ist ein Kick der besonderen Art. Doch die Natur setzte noch einen „special effect“ drauf und fegte mit einem heftigen Gewitterregen kurzerhand den Platz leer, übertönte donnernd die Sound-Anlage, brachte sie zum Schweigen.
Wir suchten Schutz im „Fresko“ der Staatsgalerie. Gelegenheit zu einer kleinen Stärkung, und wir entschlossen uns zu einer Extratour am Rande der „Arena of Sound“.

Die Sonne lugte wieder vorsichtig durch die Wolken, „ ... ein super Licht“, meinte die Fotografin Ellen Klose ... also, nichts wie raus! Und dann geschah es einfach: Ich war und bin, wie jedes Mal, wenn ich in Stuttgart bin, hingerissen von der Architektur Sterlings, dem neuen Teil der Staatsgalerie und der Akademie. Die Fassaden, Durchblicke, Wandelgänge, das lebendige Mauerwerk, die wenigen frechen Farben, die klare Linienführung – für mich auch als Schauspielerin eine Traumkulisse, verführerisch – eine „location“ der Extraklasse: ein fotoshooting hier und jetzt war absolut zwingend!

Nein, es war nicht geplant, dass meine Kleidung so ideal mit den Farben der Mauer zusammenspielt, dass wir gewusst hätten, wann der Lichteinfall hier besonders schön ist – es war die Gunst der Stunde, die Klarheit des Ortes und last but not least, der Reiz der Gegensätze: dort der wieder brodelnde Schlossplatz, die „Arena of Sounds“, und hier das fast menschenleere Areal der Staatsgalerie, für jetzt meine „Arena der Farben“!

16. Juni 2003, Ursula Cantieni

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