Ursula Cantieni





* 1947 in Zürich, aufgewachsen in Graubünden/Schweiz.


„Dann gab’s nur noch selber spielen!“

Bevor sie selbst Theater spielte, arbeitete sie erst hinter den Kulissen. In Stuttgart studierte die Schweizerin Sprecherziehung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, nahm Schauspielunterricht, und war nach ihrem Abschluss dort zunächst Lehrbeauftragte, später Professorin am Schauspielinstitut der Folkwangschule in Essen.

Sie, die lange anderen beigebracht hat, wie man mit Sprache und Sprechen umgeht, drängt es im Alter von 30 Jahren selbst auf die Bühne. 1980 spielt sie in einem Theaterstück von Rainer Werner Fassbinder „Bremer Freiheit“ die „Geesche“ und wird dafür auf einem Theaterfestival in Spanien mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Auf zehn Jahre feste Engagements an der WLB in Esslingen und am Stadttheater Konstanz folgen Gastverträge in Stuttgart, München, Berlin, Chur, Zürich, Amsterdam und Frankreich. 1989 zieht sie mit der Theaterproduktion „L’Alsace Sans Culottes“ anlässlich der 200-Jahrfeier der Französischen Revolution durch Städte im Elsass.

„Grenzen spüren und überwinden: Das ist Freiheit!“ eine Devise, nach der Ursula Cantieni lebt, und die ihre Arbeit bis heute prägt.
1985 bekommt sie ihre ersten Fernseh-Auftritt: die „Antonia“ im „Polenweiher“, ein Film von Nico Hofmann und Thomas Strittmatter. In eigenen Produktionen und Inszenierungen geht Ursula Cantieni wieder in den Hintergrund. So leitet sie von 1991 bis 1994 den Bereich Sprech- und Moderationstraining beim Schweizer Fernsehen.

Doch bald zieht es sie erneut vor die Kamera und zwar direkt auf den „Fallerhof“, wo sie seit 1994, dem Beginn der Serie, die „Johanna Faller“ spielt.
Und seit 2003 gehört sie zum Rateteam der TV-Sendung „Sag’ die Wahrheit“.

Sie betreut von 1991-2011 als Präsidentin die Schweizer Frauenstiftung „Irma Landolt-Lechner“.
2002 erscheint ihr Buch „Ursula Cantieni’s Kochgeschichten“.
Zusammen mit dem Landtagspräsidenten Peter Straub ist sie Baden-Württembergs Botschafterin für die Schweizer Expo .02

Im Jahr 2005 erhält sie die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg.

Ein Gastvertrag lockt sie 2008/9 wieder mal auf die Bühnenbretter, wo sie vor 30 Jahren angefangen hatte – an der Württembergischen Landesbühne in Esslingen spielt sie in dem Musical „Cabaret“ das Frl. Schneider.

...und 2012 war es dann endlich so weit: alle Prüfungen bestanden für die deutsche Staatsbürgerschaft!

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